3 Sukkulenten-DIYs mit WOW-Effekt

Dekoratives Herz aus unterschiedlichen Sukkulenten, das auf einem Holztisch liegt.

Sukkulenten sind robuste Schönheiten: dekorativ und pflegeleicht, also genau die richtigen Pflanzen für Einsteiger. Es gibt ganz unterschiedliche Arten in verschiedenen Farben: Rot, Grün, Violett, Weiß und natürlich die unterschiedlichsten Grüntöne. Alle haben fleischige Blätter und lieben einen hellen, sonnigen Standort. Sie brauchen wenig Wasser, also werden sie sich auch mit vergesslichen Pflanzenfreunden gut verstehen. Mit Sukkulenten werden auch Anfänger ihre Freude haben, deshalb eignen sich die dickfleischigen Freunde gut als Deko zum Verschenken.

Interessante Sorten

Aus einer scharfen Hauswurz-Rosette im Hintergrund erhebt sich eine rot-grüne Knospe.
Nahaufnahme einer Hauswurz mit mehreren Tochterpflanzen.
Sternförmige rosa Blüten einer Hauswurz erhebten sich über den unscharfen Rosetten im hHintergrund.

Hauswurz (Sempervivum)
Diese winterharte Pflanze ist extrem robust und wächst sogar unter extremen Bedingungen. Sie verträgt sowohl Hitze und Trockenheit als auch winterliche Kälte, nur Staunässe mag sie nicht. Ihre hübschen Rosetten behalten ihre Farbe auch im Winter. Es gibt sie in grün, rot und weiß, wobei ihre Farbe je nach Sonneneinstrahlung variieren kann. Die Spinnweben-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum) verdankt ihren Namen dem feinen Gespinst, das die Blattspitzen wie Spinnweben verbindet. Bei den vielen unterschiedlichen Arten kann man leicht zum Sammler werden. Ihre roten, rosa, gelben, cremefarbenen oder weißen Blüten erheben sich über den Rosetten und locken Insekten an.

Dunkelrosa Sternblüten einer niedrigen Serum-Art.
Nahaufnahme der fleischigen Blätter eines hellgrünen Mauerpfeffers.
Gelb blühender Mauerpfeffer wächst von oben und unten an einer niedrigen Natursteinmauer.

Mauerpfeffer (Sedum acre)
Alle Sedum-Arten sind ausgesprochen genügsam, brauchen aber durchlässigen Boden. Die wintergrüne Staude wird nur ca. 7 cm hoch und breitet sich teppichartig aus. Seine sternförmigen, gelben Blüten erscheinen im Juni und Juli. Sehr empfehlenswert ist die Sorte ‘Aureum’ mit ihren gelbgrünen Blättern.

Nahaufnahme eines außergewöhnlichen kleinen Sedums mit graugrünen Blättern und rotbraunen Stielen in einem Topf.
Closeup eines niedrigen Sedums ein einem Topf.
Nahaufnahme eines niedrigen Sedums in in einer recycelten Tüte, die einmal eine Milchtüte war.
Graublaue Rosetten einer niedrigen Fetthenne auf einer Natursteinmauer.
Viele graugrüne Blätter eines niedrigen Serums.
Pink blühendes Sedum mit rötlich-grünen dicken Blättern.

Niedrige Fetthennen (Sedum spurium, Sedum spathulifolium und andere) 
Die niedrigen Sedum-Arten wahre Alleskönner. Sie sind winterhart, äußerst genügsam und breiten sich gerne aus. Es gibt ganz unterschiedliche Blattformen- und Farben, die auch zusammen ein harmonisches Bild abgeben.

Die dicken Blätter der Zebra-Haworthie sind mit weißen Streifen versehen und laufen spitz zu. Hier sind sie als Nahaufnahme zu sehen.
Die Zebra-Haworthie hat dicke grüne Blätter mit weißen Streifen, die spitz zulaufen.
Diese Zebra-Haworthie ist insgesamt etwas dunkler. Trotzdem sind die Streifen bei der Nahaufnahme gut zu erkennen.

Zebra-Haworthie (Haworthia fasciata)
Eine niedliche kleine Sukkulente, die nur ca. 20 cm große wird. Dafür ist sie mit ihren gestreiften Blättern etwas Besonderes. Sie blüht nur selten, bildet aber durch ihren aufrechten Wuchs und die hübsche Blattfärbung einen attraktiven Hingucker. Den Sommer verbringt sie gerne im Freien, aber am liebsten etwas geschützt. Sie mag nämlich keine direkte Sonne und auch keinen Regen.

Die kugeligen Blätter der Erbsenpflanze sind angeordnet, als wären sei auf eine Perlenkette gezogen.
Erbsenpflanze (Senecio rowleyanus)
Eine interessante Hängepflanze, deren grüne „Perlenschüre“ am besten in einer Blumenampel zur Geltung kommen. Ihre dünnen Triebe können bis zu einem Meter lang werden. Die weißen kleinen Blüten duften ein wenig nach Zimt. Alle Teile der Pflanze sind giftig und sollten von Kindern und Haustieren ferngehalten werden. Besonders schön ist die weiß-grüne Sorte, die allerdings mehr Sonne benötigt, damit sie nicht vergrünt.

Die dickfleischigen blaugrünen Blätter der Echeveria sind zu einer dekorativen Blattrosette angeordnet. Diese wächst in einer ehemaligen Milchtüte.
Nahaufnahme einer schönen Echeverie in dunkelrosa.

Die Blätter der Echeveria sind durch ihre blaugrüne Färbung und die rosettenförmige Anordnung sehr dekorativ.
Echeveria (Echeveria agavoides)
Die dickfleischigen Blätter dieser Pflanzen sind zu einer dekorativen Blattrosette angeordnet. Sie kann bis zu 10 -15 cm hoch und breit werden und füllt mit der Zeit den ganzen Topf mit ihren Ablegern. Aus diesen Tochter-Rosetten kann man ganz leicht Ableger machen. Die Echeverien haben kleine Blüten, die von März bis Juni erscheinen. Der wahre Blickfang sind allerdings die Blattrosetten. Die unterschiedlichen Arten unterscheiden sich in Größe, Form und Farbe. Einige sind mit einer Wachsschicht überzogen, andere haben ganz feine Härchen. Alle Echeverien sind äußerst robust und dankbar.

Ein neuer Trieb mit dicken rotgeänderten Blättern an dem Stamm eines Geldbaums.
Nahaufnahme der dicken grünen Blättern eines Geldbaums.
Die dicken grünen Blättern des Geldbaums haben einen roten Rand.
Geldbaum oder Dickblatt (Crassula ovata)
Diese Sukkulente hat dicke grüne Blätter, die in ihrer Form einer Münze ähneln. Die Blätter meiner Pflanze ist an den Rändern rot, das kann entweder an zu viel Sonne liegen. Bei mir wird er nicht in der prallen Sonne stehen. Ich werde meinen neuen kleinen Freund beobachten, vielleicht ist es eine neue Sorte. Mir gefallen die bunten Glätter ganz gut.

Wenn die Pflanze einen geeigneten Platz bekommt, kann sie bis zu einem Meter hoch werden. Sie liebt es hell und luftig, den Sommer verbringt der gerne draußen. Wer viel Geduld mitbringt, wird mit duftenden weißen oder rosa Sternblüten belohnt. Das kann aber an die zehn Jahre dauern. Der Geldbaum sollte ein- oder zweimal im Jahr geschnitten werden, weil er oft krumm und schief wächst. Wenn dabei keine Stummel übrig gelassen werden, treibt er wieder üppig aus.

Nahaufnahme einer Baumaloe, mit einige Regentopfen auf den fleischigen Blättern.

Echte Aloe (Aloe vera)
Die schöne Sukkulente ist eine der bekanntesten Heilpflanzen und eine beliebte Zimmerpflanze. Sie kann bis zu 60 cm groß werden, soll die Luft verbessern und entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Die traubenartigen Blüten erscheinen im Januar und haben eine  gelbe, orange oder rote Farbe. Die Pflanze liebt das Licht und verbringt den Sommer gerne draußen. Zu viel Sonne kann ihr schaden, deshalb sollte sie über Mittag lieber im Halbschatten stehen. Gieße immer nur die Erde, nicht das Innere der Pflanze, damit sie nicht fault.

Verschiedene Sukkulenten, eine Rolle mit Kaninchendraht und einige Töpfe liegen in einem Holzkasten zur Verarbeitung bereit.

Pflege der Sukkulenten

  • Verwende eine möglichst durchlässige und sandige Erde, am besten eine spezielle Kakteen- und Sukkulentenerde.
  • Sukkulenten lieben einen hellen, sonnigen Standort.
  • Vermeide Staunässe, indem du sie nur bei Hitze gießt. Sonst reicht es, sie ab und zu mit etwas Wasser zu besprühen.
  • Den Sommer verbringen sie gerne im Freien.
  • Im Winter bevorzugen sie einen hellen Standort im Haus mit ca. 8-15 Grad.
  • Topfe deinen Sukkulenten alle zwei Jahre um, am besten im Frühjahr. Es ist nicht immer ein größerer Topf nötig. Neue Erde reicht ihnen schon.

Dekoration mit Sukkulenten

Damit deine Zusammenstellung richtig toll wirkt, verwende eine Kombination aus den folgenden drei Typen:

Hingucker-Pflanzen
Dein Arrangement braucht einen Blickfang. Dafür eignen sich Hauswurz und Echeverien mit ungewöhnlichen Farben gut.

Füllpflanzen
Damit deine Zusammenstellung kompakt wirkt, kannst du die Lücken mit niedrigem Sedum füllen.

Überhängende Pflanzen
Um einen Endruck von Fülle zu vermitteln, eignen sich Pflanze wie die Erbsenpflanze oder manches Sedum.

Du kannst natürlich auch nur eine einzelne Pflanze verwenden, das kann auch sehr dekorativ aussehen.

1. Sukkulenten-Herz

Nahaufnahme eines Herzens aus unterschiedlichen Sukkulenten.

Materialien

  • Kaninchendraht
  • verschiedene Sukkulenten
  • frisches Moos
  • Drahtschere
  • Draht
  • Eventuell Sackleinen

Dreidimensionales Herz aus Kaninchendraht, das auf einem Holztisch liegt.

Anleitung

  • Aus dem Kaninchendraht zwei mindestens 20 cm große Herzen schneiden. 
  • Vorsichtig in eine gewölbte Form biegen. 
  • Die beiden Teile an den Rändern mit dem Draht miteinander verbinden. Vorsichtig mit den Drahtenden! Dabei ein Loch zum Befüllen lassen.
  • Das Herz mit Moos ausstopfen und einmal komplett mit Wasser tränken. Eventuell mit etwas mehr Moos auffüllen.
  • Die Sukkulenten behutsam in die Form stecken, bei Bedarf zusätzlich mit Draht befestigen. Wenn sie ein bisschen zerdrückt werden, ist das nicht schlimm. Sukkulenten sind ziemlich strapazierfähig, sie werden sich schnell wieder erholen.
  • Das Herz noch einmal in Form biegen.

Herz aus unterschiedlichen Sukkulenten, das auf einem Holztisch liegt.

Wenn du es verschenken möchtest, kannst du noch ein paar Schnittblumen in das Herz stecken. Dadurch bekommt es etwas mehr Farbe.

Herz aus Sukkulenten, das auf einem Holztisch liegt, und mit dunkelrosa Rosenblüten verziert wurde.

Varianten

Es muss nicht immer ein Herz sein, du kannst dich bei der Objektauswahl richtig austoben. Am besten eigenen sich einfache Formen wie Kugeln. Aber auch Tiere sehen toll aus, sind allerdings etwas aufwändiger. Meiner Schwester habe ich zum Geburtstag eine Schildkröte gebastelt. Als Nächstes werde ich mich an einem Igel versuchen. Dazu verwende ich neben dem Kaninchendraht noch Sackleinen für den Kopf.

Selbstgebaute Schildkröte, die komplett mit den unterschiedlichsten Sukkulenten bedeckt ist.

2. Sukkulenten-Kästen

Drei verschiedene Sukkulenten sind einzeln in Holzwürfel gepflanzt, die einmal Milchtüten waren. In Vordergrund ist eine Echeveria in einem Holzwürfel mit einem weiß aufgemalten Herz zu sehen.
Eine ausgefallene Sukkulente mit großen gelappten graugrünen Blättern mit einrotem Rand, in einem Holzwürfel gepflanzt.

In Sukkulenten, die in Holzwürfel oder recycelten Tetrapacks gepflanzt wurden. In der Mitte eiche Echeverie, deren Holzwürfel mit einem Herz verziert wurde.

Einzelne Sukkulenten sehen in Holzkästen toll aus. Ich habe quadratische Kästen mit einem runden Loch verwendet. Aber auch längliche Kisten oder Übertöpfe lassen sich gut bepflanzen. Wichtig ist nur, dass keine Feuchtigkeit an das Holz kommt, sonst schimmelt es. 

Materialien

  • Dekorativer Topf oder Kasten
  • Eventuell Plastikfolie
  • Tacker oder Alleskleber
  • verschiedene Sukkulenten
  • Sukkulenten-Erde

Anleitung

  • Einen dekorativen Topf oder Kasten auswählen.
  • Holzkästen müssen mit Folie ausgelegt werden, damit das Holz nicht feucht wird. Am Rand fest kleben oder tacken.
  • Mit Sukkulenten-Erde befüllen und Sukkulenten hinein pflanzen.

Drei verschiedene Sukkulenten sind einzeln in dekorative Tüten gepflanzt, die einmal Milchtüten waren. In Vordergrund sieht man eine Zebra-Haworthie.
Von oben blickt man auf eine Zebra-Haworthie in einer ehemaligen Milchtüte, die auf einem Holztisch steht.
Drei verschiedene Sukkulenten sind einzeln dekorative Tüten gepflanzt, die einmal Milchtüten waren. In Vordergrund ist eine Echeveria zu sehen.

3. Upcycling Sukkulenten-Tüten

Leere Milch- oder Safttüten eignen sich gut als Töpfe für Sukkulenten. Da sie innen beschichtet sind, gelangt weder Feuchtigkeit noch Erde nach außen. Sie lassen sich außerdem, gut anmalen. Du kannst sie also nach Lust und Laune verschönern.

Materialien

  • Leere Tetra Pak-Tüten
  • verschiedene Sukkulenten
  • Sukkulenten-Erde
  • Farben

Anleitung

  • Milchtüten auswaschen und kurz im Wasser einweichen.
  • Die bedruckte Folie abziehen. Falls sie sich nicht ablösen lassen will, nochmal einweichen.
  • Die Tüte zerknüllen, um einen schönen Knautscheffekt zu erhalten.
  • Wieder glätten und den Rand zweimal nach außen umschlagen.
  • Nach Belieben bemalen oder beschriften.
  • Mit Sukkulenten-Erde befüllen und mit Sukkulenten bepflanzen.

Wenn dein Topf keinen Abfluss hat, darf die Erde nicht zu feucht werden. Sukkulenten brauchen sowieso kaum Wasser – ab und zu besprühen reicht aus.

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Eine Stunde lang haben mich meine Kollegen ausgequetscht! Ich hatte meine Baumaloe mitgenommen, die auch gleich zum Einsatz kam. Vorher hatte ich ganz schön Muffensausen, aber dann war es eine richtig schöne Atmosphäre, die Beiden haben das ganz toll gemacht. Hör doch mal rein!

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