Vor einiger Zeit wurde ich von meiner Freundin herausgefordert. Sie meinte: „Schreib doch mal etwas darüber, was Jesus in deinem Leben verändert hat!“ Puh, gar nicht so einfach. Und sehr persönlich. Aber auch spannend, so ein Block zurück. Mir ist aufgefallen, dass es zwei verschiedene Veränderungen waren. Zuerst hat sich einmalig etwas verändert, und dann eher schleichend.
Einmalig verändert – Gott macht alles neu

Ich staune immer wieder, wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird. Da verpuppt sich ein gefräßiges, eher plumpes Tier – und heraus kommt ein zartes, fast ätherisches Geschöpf, das durch meinen Garten flattert. Unglaublich. Genauso unfassbar ist die Verwandlung, die wir durch Jesus erfahren. Wenn wir uns Jesus anvertrauen, macht er uns zu neuen Menschen. Das habe ich zuerst in der Theorie überhaupt verstanden, aber ich konnte es spüren.
Eine klare Sicht

Es war, als hätte ich vorher alles durch ein Milchglas gesehen. Nun war es klar und deutlich zu erkennen. Zum Beispiel hatte ich viele Werte von meinen Eltern übernommen. Das war gut – und jetzt wurde mir klar, wo diese Überzeugungen ihren Ursprung hatten. Als ich anfing, in der Bibel zu lesen, fand ich die Werte dort wieder. Und nicht nur theoretisch, Jesus lebte sie, er verkörperte sie geradezu!

Ich kam mir vor wie in einem Puzzle, das endlich vollständig ist und nun Sinn ergibt. Die ganze Welt schien mir bunter, schöner, interessanter. Schon vorher habt mich die Natur fasziniert, besonders natürlich die Pflanzen. Nun schien mir alles auf Gott hinzudeuten, der alles wunderbar geschaffen hat. Und ich konnte mich doppelt daran freuen.

Nicht mehr grundlos grummelig
Aber nicht nur meine Sicht, sondern auch ich selbst wurde verändert. Früher war ich manchmal grundlos grummelig. Keine Ahnung, warum. Damit war plötzlich Schluss, als ich Jesus kennengelernt habe. Das war in Australien, und ich dachte zuerst, es würde am Wetter liegen. Oder an den offenen und unkomplizierten Australiern. Oder an den Galahs. Das sind kleine rosa Kakadus, die auf den Eukalyptusbäumen herumturnen.

Doch auch nach meiner Rückreise nach Deutschland hielt meine positive Grundstimmung an. Mich hat sogar jemand gefragt, warum ich immer so gute Laune hätte! Das war mir bis dahin gar nicht so bewusst gewesen. Ich war einfach nur glücklich mit Jesus und habe mich an ihm gefreut. Wie er ist und wie sehr er mich liebt.

Immer gut drauf?
Natürlich bin ich auch manchmal traurig oder schlecht gelaunt, besonders an griesgrauen Herbsttagen. Aber dann hat meine schlechte Laune meistens einen Grund, das grundlose Grummeln ist vorbei. Es kommt höchstens wieder, wenn ich nicht mehr nahe an Jesus dran bin. Wenn ich länger nicht mehr in der Bibel lese und langsam den Kontakt verliere. Das merke ich unter anderem an meiner Laune.



Letztens war es wieder so weit. Ganz übel wird es, wenn ich zu viel um die Ohren habe, Konflikte zu lösen sind und dann auch noch etwas schiefgeht … Dann haben meine Jungs den Auftrag, mich in den Garten zu schicken, bei Wind und Wetter. Dort fällt es mir am leichtesten, Gott zu begegnen. Zum Glück kann ich mich darauf verlassen, dass er mich mit offenen Armen empfängt. Ihm kann ich alles sagen, was mir zu schaffen macht. Und neue Kraft schöpfen. Das hat eigentlich schon mit der Veränderung zu tun, die schleichend geschieht …
Schleichend verändert – Gott bleibt dran
Manche Dinge haben sich von jetzt auf gleich verändert, andere brauchen Zeit. Das ist eher ein Prozess, was ich manchmal mühsam, nervig und auch schmerzhaft finde. Ich fühle mich dann wie eine Baustelle, an der es nicht vorangeht. Oder nur seeeehr langsam.

Doch Gott ist geduldig, und er hat einen guten Plan für unser Leben. Er wird damit zum Ziel kommen, wie er es versprochen hat. Das braucht seine Zeit, ist aber dauerhaft wirksam. Denn Gott verändert uns von innen nach außen, und gerade innere Dinge dauern. Die Früchte in meinem Garten brauchen ja auch eine Weile, um zu wachsen und zu reifen. Wenn man Qualität haben möchte, lässt sich da nichts beschleunigen. So ist es ein Zeichen der Wertschätzung, dass Gott uns nicht auf die Schnelle zurechtbiegt, sondern uns Zeit zum Wachsen gibt. Und uns dabei liebevoll begleitet, anfeuert und uns die Kraft dafür gibt. Irgendwie auch wieder schön – und spannend.
Ich bin froh, dass ich mit Jesus unterwegs sein darf. Er hat mein Leben verändert – und macht es immer noch. Gott ist noch lange nicht fertig. Wenn mir also dazu etwas in den Sinn kommt, werde ich diesen Beitrag nach und nach ergänzen.

PS: Mich würde interessieren, was Jesus in deinem Leben verändert hat. Er schreibt ja mit jedem von uns eine ganz individuelle Liebesgeschichte. Schreib doch mal in den Kommentaren von deinen Erfahrungen – die einmaligen und den schleichenden. Das würde mich sehr interessieren und mächtig freuen!
PPS: Vielleicht ist das alles neu für dich und du möchtest mehr über Jesus wissen. Dann schnapp dir eine Bibel und lies das Johannes-Evangelium. Ein Gebet, über das sich Gott ganz bestimmt freut und gerne beantwortet ist:







Danke Hanni für deine Gedanken:)
Mich hat Gott heute wieder mit einem kurzen Gedanken aus meiner negativ-und-zu-hohe-Erwartungen-Spirale geholt.
Markus 9,43 ist brutal und radikal, aber es hat mir geholfen mich wieder auf Jesus zu fokussieren und zu überlegen, worauf es wirklich ankommt.
Diese Erinnerung brauche ich denke ich öfter und freue mich, dass Jesus mich in diesem Veränferungsprozess immer wieder liebevoll anstupst und begleitet.
Liebe Jenny,
puh, da hast du dir echt einen heftigen Vers ausgesucht. Wie gut, dass du aus diese Negativspirale herausgekommen bist! Das mit dem Anstupsen finde ich nett, das erlebe ich auch immer wieder.
Danke Hanni für deine Gedanken:)
Mich hat Gott heute wieder mit einem kurzen Gedanken aus meiner negativ-und-zu-hohe-Erwartungen-Spirale geholt.
Markus 9,43 ist brutal und radikal, aber es hat mir geholfen mich wieder auf Jesus zu fokussieren und zu überlegen, worauf es wirklich ankommt.
Diese Erinnerung brauche ich denke ich öfter und freue mich, dass Jesus mich in diesem Veränferungsprozess immer wieder liebevoll anstupst und begleitet…