Wunschzettel für Gott

Rückenansicht einer Frau auf einer breiten Schaukel vor einem Abgrund mit Wasserfall.

Wünschst du dir auch gerade ruhigere Zeiten zurück? Dann bist du nicht alleine. Viele von uns machen gerade eine schwierige Zeit durch. Bei einigen stehen Veränderungen an, andere werden mit persönlichen oder beruflichen Herausforderungen konfrontiert. Ich habe das Gefühl, wir können alle ein bisschen Ermutigung gebrauchen. Deswegen habe ich euch meine Erfahrungen mit „Wunschzetteln für Gott“ aufgeschrieben:

Ich wünsche mir … Gesellschaft

Ein Zettel, Zettel, auf den jemand handschriftlich ein Jobangebot geschrieben hat, steht auf einem Holzklotz vor einer Zimmerpflanze.

Vor vielen Jahren ging es mir beruflich gar nicht gut. Ich mochte zwar meinen Job sehr, kam aber mit meinem direkten Kollegen nicht mehr klar. Es ging so weit, dass er überhaupt nicht mehr mit mir sprach.

Ich war dankbar für alle, die für die Situation gebetet haben, aber irgendwann brauchte ich Unterstützung vor Ort. Jemanden im Raum, der mich aufmunterte. Natürlich war mein Freund Jesus dabei, darüber war ich auch sehr froh. Aber ich wollte gerne in dieser angespannten Situation jemanden sichtbares haben, dem ich heimlich zuzwinkern konnte.

Da kam mir die Idee, ich könnte ein kleines Stofftier mit ins Büro nehmen. Mir war völlig egal, ob meine anderen Kollegen sich wundern würden oder es kindisch finden würden. Ich habe mir einen Zettel geschnappt und in einer „Stellenausschreibung“ aufgelistet, welche Eigenschaften die neue „Kollegin“ haben sollte.

Kleiner Teddybär mit Haarband auf einem roten Sofa von einem Holzfenster, durch das eine schwarze Katze hereinschaut.

Der kleine Bär, den im Kaufhaus gefunden hatte, war genau richtig. Ein bisschen flauschig, mit einem frechen Grinsen. Er war zwar etwas größer als gedacht, war aber ansonsten perfekt. Es tat mir richtig gut, in ein lächelndes Gesicht zu gucken. Gleich fühlte ich mich leichter und ging wieder gerne zur Arbeit.

Ich bin Gott dankbar für diese (etwas verrückte) Idee. So habe ich eigenen Leib erfahren, dass Gott unsere Wünsche ernst nimmt.

Ich wünsche mir … einen Job

Auf einem aufgeklappten Laptop sind die Wörter "Wake up" zu lesen. In Hintergrund ist unscharf ein Garten zu erkennen.

Als unser Sohn das Kindergartenalter erreicht hatte, wollte mein Mann nicht mehr in seinen alten Job zurück. Dort gab es immer für kurze Zeit Hektik und Stress, danach war wieder für fünf Wochen Flaute. Er hatte schon vorher schlechte Erfahrungen im Beruf gemacht. Ich dagegen fühlte mich nun in meinem Job sehr wohl und wollte, dass es ihm auch so ginge. Plötzlich erinnerte ich mich an meine „Stellenausschreibung“. Das war ja eigentlich so eine Art Wunschzettel gewesen. So mir kam die Idee, dass mein Mann einen Wunschzettel für Gott schreiben könnte. Mit allem, was ihm für den neuen Job wichtig ist.

Die Idee hat er tatsächlich aufgegriffen und seine Wünsche für Gott aufgeschrieben. Das hat ihm nicht nur geholfen, zu klären, was für ihn wichtig ist. Auch zum Beten war die Liste gut, so konnten wir im Hauskreis Gott mit ganz konkreten Anliegen bestürmen. Auf dem Wunschzettel standen dann Sachen wie: ein nettes Team, ein fairer Chef und eine Arbeit, die interessant, aber nicht zu stressig ist.